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	<title>Für Käufer &amp; Für Verkäufer Archives - KFR Kanzlei für Real Estate</title>
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	<description>Kirchhoff Franke Riethmüller und die Kanzlei für Real Estate</description>
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	<title>Für Käufer &amp; Für Verkäufer Archives - KFR Kanzlei für Real Estate</title>
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		<title>Welche Verträge gehen auf den Käufer über, wenn er ein Grundstück kauft? Was ist mit Versicherungsverträgen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 11:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsübernahme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Bezug auf Immobilien bestehen in der Regel eine Vielzahl von Verträgen im Zusammenhang mit deren Nutzung, Verwaltung, Vermietung etc. Wichtig zu wissen ist, dass derartige Verträge im Regelfall nicht automatisch auf den Käufer übergehen. Die Übernahme solcher Verträge muss daher vertraglich geregelt werden. Anders ist dies nur, wenn der automatische Übergang gesetzlich geregelt ist, [&#8230;]</p>
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									<p><em>In Bezug auf Immobilien bestehen in der Regel eine Vielzahl von Verträgen im Zusammenhang mit deren Nutzung, Verwaltung, Vermietung etc. Wichtig zu wissen ist, dass derartige Verträge im Regelfall nicht automatisch auf den Käufer übergehen. Die Übernahme solcher Verträge muss daher vertraglich geregelt werden. Anders ist dies nur, wenn der automatische Übergang gesetzlich geregelt ist, etwa bei Mietverträgen oder Versicherungsverträgen. Auch in diesen Fällen empfehlen wir von KFR Kanzlei für Real Estate jedoch häufig weitergehende vertragliche Regelungen.</em></p>
<p><em>Wir geben einen kurzen Überblick, was zu beachten ist.</em></p>
<p>von Anneke Durrer</p>
<p><strong>A. Gesetzliche Spezialnormen</strong></p>
<h3><strong>1. 566 BGB „Kauf bricht nicht Miete“</strong></h3>
<p>Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html" target="_blank" rel="noopener">§ 566 BGB</a> gehen Mietverträge bei Veräußerung nach Überlassung des Wohnraums (und gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__578.html" target="_blank" rel="noopener">§ 578 Abs. 1 BGB</a> auch sonstige Grundstücke und Räume) an den Dritten auf den Käufer über.</p>
<p>Aus zwei Gründen wird man aber dennoch kaufvertragliche Regelungen treffen:</p>
<h4>a) Eintragung im Grundbuch vs. Besitzübergang</h4>
<p>Zum einen geht das Mietverhältnis erst mit Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch über, während Verkäufer und Käufer sich aber im Regelfall so stellen wollen, als wäre die Übernahme bereits mit Besitzübergang erfolgt.</p>
<h4>b) Überlassene und nicht überlassene Mieträume</h4>
<p>Zum anderen betrifft dies nur Mietverhältnisse, bei denen die Mieträume bereits überlassen, also übergeben worden sind. Für noch nicht übergebene Mieträume bedarf es für die Übertragung gemäß <a style="font-family: 'Source Sans Pro', sans-serif; font-weight: 400; background-color: #ffffff;" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__567a.html" target="_blank" rel="noopener">§ 567a BGB</a> einer expliziten Erfüllungsübernahme des Käufers gegenüber dem Verkäufer.</p>
<p><b>2. §&nbsp;</b><strong>95 VVG – Veräußerung der versicherten Sache</strong></p>
<p>Bei Sachversicherungen (somit auch bei Gebäudeversicherungen) sieht <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__95.html" target="_blank" rel="noopener">§ 95 VVG</a> vor, dass der Käufer mit dem Eigentumsübergang in den Versicherungsvertrag eintritt. Für bestimmte Haftpflichtversicherungen gilt die Regelung entsprechend.</p>
<h4><b>a)&nbsp;Mitversicherung des Käufers für den Zeitraum zwischen Besitz- und Eigentumsübergang</b></h4>
<p>Für den Zeitraum zwischen Besitz- und Eigentumsübergang ist das Sacherhaltungsinteresse des Käufers mitversichert, d.h. der Verkäufer hält eine Versicherung für fremde Rechnung. Es ist daher sinnvoll, Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag für Schadensfälle zwischen Besitz- und Eigentumsübergang bereits an den Käufer abzutreten, damit dieser Ansprüche auch ohne Mitwirkung des Verkäufers geltend machen kann.</p>
<h4><b>b)&nbsp;Kündigungsrechte</b></h4>
<p>Sowohl die Versicherung als auch der Käufer können den Versicherungsvertrag jedoch nach Eigentumsübergang kündigen (§ 96 VVG). Die Versicherung kann die Kündigung nur innerhalb eines Monats nach Kenntnis der Veräußerung (Ausschlussfrist) erklären. Der Käufer kann die Versicherung hingegen nur innerhalb eines Monats nach Eigentumsübergang (Ausschlussfrist) oder Kenntnis vom Bestehen der Versicherung kündigen, entweder mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum Ende der laufenden Versicherungsperiode. Der Käufer sollte in seiner Kündigung deutlich erklären, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung Wirkung entfalten soll.</p>
<h4><b>c)&nbsp;Anzeigepflicht</b></h4>
<p>Der Erwerb der Immobilie ist der Versicherung unverzüglich anzuzeigen (§ 97 VVG), da ansonsten das Risiko besteht, dass die Versicherung bei einem Versicherungsfall nicht zu leisten braucht.</p>
<h4><b>d)&nbsp;Rahmenversicherung</b></h4>
<p>Für den Fall, dass der Verkäufer eine sog. Rahmenversicherung (für mehrere Objekte) abgeschlossen hat, die insoweit in der Regel ein Sonderkündigungsrechts des Verkäufers bzw. ein automatisches Ausscheiden der Immobilie aus der Police vorsieht, sollte der Kaufvertrag einen entsprechenden Hinweis enthalten und den Käufer zum Abschluss einer eigenen Versicherung verpflichten.</p>
<p><b>3.&nbsp;</b><strong>613a BGB – Übernahme von Arbeitsverhältnissen</strong></p>
<p>Der Kauf eines (vermieteten) Grundstücks kann unter Umständen einen Betriebsübergang darstellen, was dazu führt, dass auch die Arbeitsverhältnisse auf den Käufer übergehen und Kündigungen in Verbindung mit dem Betriebsübergang unwirksam sind.</p>
<p>Aus Sicht des Käufers ist es daher wichtig, dass der Verkäufer im Kaufvertrag garantiert, dass etwaige Arbeitsverhältnisse, die gemäß § 613a BGB auf den Käufer übergehen könnten, nicht bestehen.</p>
<p><b>B.&nbsp;</b><strong>Im Übrigen: Keine automatische Vertragsübernahme</strong></p>
<p>Im Übrigen erfolgt keine automatische Übernahme von Verträgen. Dies ist vielmehr explizit zwischen den Parteien zu vereinbaren.</p>
<p><b>1.&nbsp;</b><strong>Verkäuferinteresse</strong></p>
<p>Der Verkäufer hat in der Regel ein Interesse daran, insbesondere folgende Verträge auf den Käufer zu übertragen:</p>
<ul>
<li>Verträge mit langen Vertragslaufzeiten, die nicht ohne Weiteres kündbar sind</li>
<li>Verträge mit Weitergabeverpflichtung an einen Rechtsnachfolger (häufig Nachbarschaftsvereinbarungen, schuldrechtliche Vereinbarungen zu Dienstbarkeiten, Vereinbarungen aus Ankaufsverträgen, etc.&nbsp;</li>
</ul>
<p><b>2. Käuferinteresse</b></p>
<p>Der Käufer hat in der Regel ein Interesse daran, insbesondere folgende Verträge zu übernehmen:</p>
<ul>
<li>Verträge mit günstigen Vertragskonditionen</li>
<li>Verträge mit Nachbarn oder sonstigen Dritten, die für die reibungslose Nutzung des Grundstücks erforderlich sind (z.B. in Bezug auf Wegerechte etc.)</li>
<li>Gewährleistungsansprüche aus Bauverträgen, in der Regel nicht jedoch den Vertrag selbst</li>
</ul>
<p>Im Ergebnis zeigt sich, dass es wichtig ist, die Vertragssituation des Grundstücks aufzuarbeiten und hierzu konkrete Vereinbarungen zu treffen.</p>
<p><em>Haben Sie weitere Fragen zur kaufvertraglichen Vertragsübernahme? Oder benötigen grundsätzlich Hilfe bei einem Immobilienerwerb? Wir beraten Sie gerne. </em></p>
<p>Ihre Ansprechpartnerin:</p>								</div>
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>OLG Stuttgart: Änderungen von Grundstückskaufverträgen nach Auflassung beurkundungspflichtig</title>
		<link>https://kfr.law/grundstuecksrecht-notarielle-beurkundungsbeduerftigkeit-von-aenderungen-eines-grundstueckskaufvertrages-nach-der-auflassung-olg-stuttgart/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das OLG Stuttgart hat entschieden, dass Änderungen eines Grundstücksübertragungsvertrages auch dann gemäß § 311 b Abs. 1 S. 1 BGB der notariellen Beurkundung bedürfen, wenn der Änderungsvertrag nach Auflassung, aber noch vor Eigentumsumschreibung geschlossen wird. Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn die Vertragsparteien im ursprünglichen Vertrag die Auflassung erklären und der Erwerber die Eintragung des [&#8230;]</p>
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									<p>Das <a href="https://oberlandesgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite" target="_blank" rel="noopener">OLG Stuttgart</a> hat entschieden, dass Änderungen eines Grundstücksübertragungsvertrages auch dann gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__311b.html" target="_blank" rel="noopener">§ 311 b Abs. 1 S. 1 BGB</a> der notariellen Beurkundung bedürfen, wenn der Änderungsvertrag nach Auflassung, aber noch vor Eigentumsumschreibung geschlossen wird.</p><p>Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn die Vertragsparteien im ursprünglichen Vertrag die Auflassung erklären und der Erwerber die Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch beantragt, die Parteien den Notar aber anweisen, eine die Auflassungserklärung enthaltende beglaubigte Abschrift oder Ausfertigung der Urkunde erst zu erteilen, wenn ihm die Zahlung des geschuldeten Kaufpreises nachgewiesen worden ist.</p><p>Damit wendet sich das OLG Stuttgart gegen die ständige Rechtsprechung des BGH, dass derartige Änderungen formlos erfolgen können und nicht beurkundungspflichtig sind.</p><h2><strong>Bisherige Rechtsprechung des BGH</strong></h2><p>Der <a href="https://www.bundesgerichtshof.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener">BGH</a> ist in derartigen Fällen bisher davon ausgegangen, dass eine Formbedürftigkeit nicht besteht und hat sich diesbezüglich der Rechtsprechung des Reichsgerichts angeschlossen, da er Gründe für eine Abkehr von dieser Rechtsentwicklung nicht erkennen konnte.</p><p>Insbesondere lasse sich weder aus der Vorgängervorschrift § 313 S. 2 BGB die zeitliche Grenze der Beurkundungsbedürftigkeit zwingend entnehmen, noch habe die Änderung des § 313 BGB durch Gesetz vom 30.5.1973 einen Grund zur Änderung der Senatsrechtsprechung geliefert.</p><h2><strong>Neue Sichtweise des OLG Stuttgart</strong></h2><p>Dies sieht das OLG Stuttgart jedoch anders und wendet sich damit ausdrücklich gegen die ständige Rechtsprechung des BGH. </p><p>Das OLG Stuttgart stützt seine Argumentation u.a. auf den Wortlaut des § 311 b Abs. 1 BGB, der keine Hinweise darauf enthalte, dass Änderungen eines Vertrages, der eine Pflicht zur Übertragung oder zum Erwerb eines Grundstücks enthalte, von dem Formerfordernis der notariellen Beurkundung ausgenommen sei, wenn sie vor der Eintragung in das Grundbuch aber nach der Auflassung erfolgten.</p><p>Auch die Systematik des § 311 b Abs. 1 BGB spreche gegen derartige Formerleichterungen, da ein ohne Beachtung des Formerfordernisses geschlossener Vertrag erst dann gültig werde, wenn die Auflassung und die Eintragung in das Grundbuch erfolgten.</p><p>Zudem habe die Gesetzesänderung 1973 zum Ziel gehabt, den Erwerber ebenso wie den Veräußerer zu schützen. Dieses Schutzbedürfnis könne aber nicht erreicht werden, wenn nachträgliche Änderungen vor Eigentumsumschreibung formfrei möglich sein sollen. Schließlich seien die Beweisfunktion, sowie die Warn- und Schutzfunktion ebenso im Zeitraum zwischen Auflassung und Eintragung der Eigentumsänderung relevant.</p><p>Auch ziehe das Argument des BGH, die Verpflichtung zur Eigentumsübertragung sei mit der Auflassungserklärung erfüllt, nicht, wenn dem Notar die Anweisung erteilt wurde, eine Abschrift oder Ausfertigung der Urkunde erst zu erteilen, wenn ihm die Kaufpreiszahlung nachgewiesen sei. Faktisch würde der Notar schließlich im Fall einer formlosen Kaufpreisreduzierung die Unterlagen dann nicht an das Grundbuchamt weiterleiten, wenn der Erwerber eine nach der Auflassung erfolgte, nicht notariell beurkundete Kaufpreisreduzierung behauptet, der Veräußerer diese nachträgliche Vereinbarung jedoch in Abrede stellt.</p><h3><strong>Bedeutung für die Praxis</strong></h3><p>Ob weitere Gerichte sich diese Entscheidung zum Vorbild nehmen und somit von der Rechtsprechung des BGH abkehren, bleibt abzuwarten, ebenso ob der BGH diese Entscheidung zum Anlass nimmt, seine bisherige Rechtsprechung nochmals zu überdenken. In der Zwischenzeit jedenfalls sollten Änderungen im Zeitraum zwischen Auflassungserklärung und Eintragung der Eigentumsänderung vorsorglich notariell beurkundet werden.</p><p>Mehr zum Thema:</p><ul><li><a href="https://kfr.law/ver-kaufen/was-ist-eine-auflassungsvormerkung/" target="_blank" rel="noopener">Was ist eine Auflassungsvormerkung?</a></li><li><a href="https://kfr.law/ver-kaufen/immobilienkaufvertrag-beurkundet-was-nun/" target="_blank" rel="noopener">Immobilienkaufvertrag beurkundet  was nun?</a> </li></ul><p><em>Quelle: OLG Stuttgart, Urteil vom 26.09.2017 – 10 U 140/16 (BeckRS 2017, 139536)</em></p>								</div>
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		<title>Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 12:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://projekte.muk-digital.de/kfr/?p=740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hintergrund: Grundbuchberichtigung und Nachweispflichten Gemäß § 29 GBO muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 GBO durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden. Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist. Liegt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="740" class="elementor elementor-740" data-elementor-post-type="post">
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									<h2><strong>Hintergrund: Grundbuchberichtigung und Nachweispflichten</strong></h2><p>Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__29.html" target="_blank" rel="noopener">§ 29 GBO</a> muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__22.html" target="_blank" rel="noopener">§ 22 GBO</a> durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden.</p><p>Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist.</p><p>Liegt eine Berichtigungsbewilligung (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__19.html" target="_blank" rel="noopener">§ 19 GBO</a>) nicht vor, kommt nur der Nachweis der Unrichtigkeit (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__29.html" target="_blank" rel="noopener">§ 29 GBO</a>) in Betracht. An diesen Nachweis sind, wie das <a href="https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/" target="_blank" rel="noopener">OLG München</a> in seiner Entscheidung nochmals bestätigte, hohe Anforderungen zu stellen. Eine Sachaufklärung von Amts wegen findet nicht statt und es müssen durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden lückenlos alle Möglichkeiten ausgeräumt werden, die der Richtigkeit der vorhandenen Eintragung entgegenstehen könnten.</p><h2><strong>Entscheidung des OLG München: Strenge Anforderungen an den Nachweis</strong></h2><p>Derartige öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden liegen jedoch in den meisten Fällen nicht vor.</p><h3><strong>Praxisfall: Auflösend bedingtes Geh- und Fahrtrecht</strong></h3><p>Auch in dem vom OLG München entschiedenen Fall eines auflösend bedingten Geh- und Fahrtrechts gelang es dem Grundstückseigentümer nicht, durch öffentliche Urkunden nachzuweisen, dass das herrschende Grundstück mittlerweile über eine eigene Zufahrt über eine öffentliche Verkehrsfläche verfügte, obwohl dies tatsächlich der Fall war.</p><h2><strong>Bedeutung für Mieterdienstbarkeiten</strong></h2><p>Diese Entscheidung ist auch für die im Mietrecht häufig anzutreffenden Mieterdienstbarkeiten von Relevanz. </p><p>Auch dort dürfte der Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung (z.B. Zahlungsverzug, Ende des Mietverhältnisses), die nach dem Muster des Verbands deutscher Pfandbriefbanken vorgesehen sind, durch öffentliche Urkunden in der Regel kaum möglich sein. Im Zusammenhang mit Mieterdienstbarkeiten ist es aus Vermietersicht daher empfehlenswert, den Mieter bereits zum Zeitpunkt der Einräumung der Dienstbarkeit zur treuhänderischen Hinterlegung einer Löschungsbewilligung zu verpflichten, um den später ansonsten durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nicht gelingenden Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung zu vermeiden.</p><p>Schließlich wird der Nachweis des Zahlungsverzugs, die Beendigung oder Kündigung des Mietvertrages oder der Eintritt einer sonstigen auflösenden Bedingung kaum durch öffentliche Urkunden möglich sein.</p><h3><strong>Empfehlung für Vermieter</strong></h3><p>Die Mitwirkung des Mieters ist daher zwingend erforderlich und sollte durch die Hinterlegung der Löschungsbewilligung bereits vorweggenommen werden. Dies wird im Übrigen neuerdings immer häufiger auch von kreditgebenden Banken als Grundschuldgläubiger verlangt und ist daher schon aus Finanzierungsgesichtspunkten zu empfehlen.</p><p><em>Fundstelle: OLG München, Beschluss vom 07.10.2016 – 34 Wx 256/16</em></p><div><h2><strong>Jetzt unverbindlich beraten lassen</strong></h2></div><div><p id="message">Sie möchten wissen, wie Sie auflösend bedingte Dienstbarkeiten rechtssicher gestalten oder bestehende Eintragungen prüfen lassen können?<br />Unsere Expertinnen und Experten von <a href="https://kfr.law" target="_blank" rel="noopener">KFR &#8211; Kanzlei für Real Estate</a> in <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-hamburg/" target="_blank" rel="noopener">Hamburg</a> und <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-muenchen/" target="_blank" rel="noopener">München</a> beraten Sie umfassend zu allen Fragen des <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/" target="_blank" rel="noopener">Miet- und Grundstücksrechts.</a></p></div>								</div>
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					<h6 class="elementor-heading-title elementor-size-default">KFR Kanzlei für Real Estate – Hamburg &amp; München
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		<title>Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 12:34:00 +0000</pubDate>
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									<p>Gemäß § 29 GBO muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 GBO durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden. Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist. Liegt eine Berichtigungsbewilligung (§ 19 GBO) nicht vor, kommt nur der Nachweis der Unrichtigkeit (§ 29 GBO) in Betracht. An diesen Nachweis sind, wie das OLG München in seiner Entscheidung nochmals bestätigte, hohe Anforderungen zu stellen. Eine Sachaufklärung von Amts wegen findet nicht statt und es müssen durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden lückenlos alle Möglichkeiten ausgeräumt werden, die der Richtigkeit der vorhandenen Eintragung entgegenstehen könnten.</p><p><b>Kommentar:</b></p><p>Derartige öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden liegen jedoch in den meisten Fällen nicht vor. Auch in dem vom OLG München entschiedenen Fall eines auflösend bedingten Geh- und Fahrtrechts gelang es dem Grundstückseigentümer nicht, durch öffentliche Urkunden nachzuweisen, dass das herrschende Grundstück mittlerweile über eine eigene Zufahrt über eine öffentliche Verkehrsfläche verfügte, obwohl dies tatsächlich der Fall war.</p><p>Diese Entscheidung ist auch für die im Mietrecht häufig anzutreffenden Mieterdienstbarkeiten von Relevanz:</p><p>Auch dort dürfte der Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung (z.B. Zahlungsverzug, Ende des Mietverhältnisses), die nach dem Muster des Verbands deutscher Pfandbriefbanken vorgesehen sind, durch öffentliche Urkunden in der Regel kaum möglich sein. Im Zusammenhang mit Mieterdienstbarkeiten ist es aus Vermietersicht daher empfehlenswert, den Mieter bereits zum Zeitpunkt der Einräumung der Dienstbarkeit zur treuhänderischen Hinterlegung einer Löschungsbewilligung zu verpflichten, um den später ansonsten durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nicht gelingenden Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung zu vermeiden. Schließlich wird der Nachweis des Zahlungsverzugs, die Beendigung oder Kündigung des Mietvertrages oder der Eintritt einer sonstigen auflösenden Bedingung kaum durch öffentliche Urkunden möglich sein. Die Mitwirkung des Mieters ist daher zwingend erforderlich und sollte durch die Hinterlegung der Löschungsbewilligung bereits vorweggenommen werden. Dies wird im Übrigen neuerdings immer häufiger auch von kreditgebenden Banken als Grundschuldgläubiger verlangt und ist daher schon aus Finanzierungsgesichtspunkten zu empfehlen.</p><p>Autor: Anneke Focken – <a href="mailto:af@kfr.law">af@kfr.law</a></p><p>Fundstelle: OLG München, Beschluss vom 07.10.2016 – 34 Wx 256/16</p>								</div>
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