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	<title>Asset Management &amp; Mietrecht Archives - KFR Kanzlei für Real Estate</title>
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	<description>Kirchhoff Franke Riethmüller und die Kanzlei für Real Estate</description>
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		<title>BGH stärkt AGB-Kontrolle bei Wertsicherungsklauseln in Gewerberaummietverträgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:02:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietvertrag & Vertragsgestaltung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewerberaummietvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Indexierungsklauseln gehören zum Standardrepertoire gewerblicher Mietverträge. Sie sichern den Vermieter gegen Kaufkraftverluste ab und sorgen für eine wirtschaftliche Anpassung der Miete bei langfristigen Mietverträgen. Doch was geschieht, wenn eine solche Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) den Mieter unangemessen benachteiligt? Greift dann die „milde&#8220; Rechtsfolge des § 8 des Preisklauselgesetzes (PrKG), nach der die Unwirksamkeit erst [&#8230;]</p>
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									<p><em>Indexierungsklauseln gehören zum Standardrepertoire gewerblicher Mietverträge. Sie sichern den Vermieter gegen Kaufkraftverluste ab und sorgen für eine wirtschaftliche Anpassung der Miete bei langfristigen Mietverträgen. Doch was geschieht, wenn eine solche Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) den Mieter unangemessen benachteiligt? </em></p><p><em>Greift dann die „milde&#8220; Rechtsfolge des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/prkg/__8.html" target="_blank" rel="noopener">§ 8 des Preisklauselgesetzes (PrKG)</a>, nach der die Unwirksamkeit erst ab rechtskräftiger Feststellung und nur für die Zukunft eintritt? Oder ist die Klausel nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__307.html" target="_blank" rel="noopener">§ 307 Abs. 1 BGB</a> von Anfang an – also ex tunc – unwirksam? </em></p><p><em>Der XII. Zivilsenat des BGH hat diese in Rechtsprechung und Literatur seit langem umstrittene Frage durch sein Urteil vom 11.03.2026 (</em><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2025/XII_ZR__51-25.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1"><em>BGH XII ZR 51/25</em></a><em>) nun grundlegend geklärt. </em></p><p><em>Von Sinje Grefe </em></p><h2><strong>Welcher Sachverhalt lag der Entscheidung zugrunde?</strong></h2><p>Die Beklagte vermietete der Klägerin im August 2019 Gewerberäume zum Betrieb einer Physiotherapiepraxis. Der Mietvertrag hatte eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren und enthielt in § 6 eine formularmäßige Wertsicherungsklausel, die als Ausgangswert den Verbraucherpreisindex für Mai 2017 – und damit an einen Zeitpunkt mehr als zwei Jahre vor Mietbeginn, anknüpfte. Die Mieterin musste somit die zwischenzeitlich eingetretene Inflation mittragen, ohne in diesem Zeitraum eine Gegenleistung erhalten zu haben.</p><p>Außerdem sah die Regelung vor, dass die Miete bei einer Änderung des Index „automatisch&#8220; angepasst wird; andererseits sollte die Änderung erst ab dem Folgemonat und nach schriftlicher Aufforderung durch den Vermieter wirksam werden.</p><p>Die Klägerin kam einem ersten Mieterhöhungsverlangen zunächst nach, berief sich dann aber auf die Unwirksamkeit der Klausel und zahlte weitere Erhöhungsbeträge nur unter Vorbehalt. Sowohl das Landgericht Düsseldorf als auch das Oberlandesgericht Düsseldorf gaben der Klägerin Recht.</p><h2><strong>Die Entscheidung des BGH</strong></h2><p>Der BGH hat die Revision der Vermieterin zurückgewiesen und die Entscheidungen der Vorinstanzen mit im Wesentlichen den folgenden Argumenten bestätigt:</p><h3><strong>1. Doppelte Kontrolle von Wertsicherungsklauseln</strong></h3><p>Eine in AGB eines Gewerberaummietvertrags enthaltene Indexierungsklausel unterliegt neben den Beschränkungen durch das Preisklauselgesetz auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__307.html" target="_blank" rel="noopener">§ 307 BGB</a>.</p><p>In diesem Falle hat der BGH eine unangemessene Benachteiligung des Klägers darin gesehen, dass die Indexklausel aus Ausgangswert auf einen Zeitpunkt vor Mietbeginn abgestellt hat, sodass der Mieter für die Inflationsentwicklung einzustehen hat, ohne dafür einen Gegenwert zu erhalten.</p><p>Zudem war die Regelung widersprüchlich hinsichtlich des Zeitpunktes der Mieterhöhung, sodass die Regelung intransparent ist.</p><h3><strong>2. Rechtsfolge bei Verstoß gegen § 307 BGB:</strong></h3><p>Der Unterschied eines Verstoßes gegen das Preisklauselgesetz und gegen die AGB-rechtliche Inhaltskontrolle ist die Rechtsfolge: Ein Verstoß gegen <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/prkg/__8.html" target="_blank" rel="noopener">§ 8 Preisklauselgesetz</a> führt dazu, dass die Regelung erst ab rechtskräftiger Feststellung für die Zukunft des Verstoßes unwirksam ist. Bei einem Verstoß gegen § 307 Abs. 1 BGB dagegen ist die Regelung ex tunc, mithin von Beginn an, unwirksam. </p><p>Der BGH hat festgestellt, dass wenn eine solche Klausel der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht standhält, sich die Rechtsfolgen nicht nach § 8 PrKG richten, sondern die Klausel ist nach § 307 Abs. 1 BGB und mithin ex tunc unwirksam.</p><h2><strong>Praxishinweise</strong><strong> für Vermieter und Mieter</strong></h2><p>Die Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung von Wertsicherungsklauseln in Gewerberaummietverträgen sowie für bereits bestehende Mietverträge:</p><h3><strong>1. Rückforderungsrisiko</strong> <strong>beachten</strong></h3><p>Vermieter, die formularmäßige Indexierungsklauseln verwenden, die einer AGB-Kontrolle nicht standhalten, müssen damit rechnen, dass die Klausel von Anfang an unwirksam ist. Die auf dieser Grundlage geleisteten Mieterhöhungsbeträge können vom Mieter zurückgefordert werden – im vorliegenden Fall wurde die Beklagte zur Rückzahlung von 6.498,90 € nebst Zinsen verurteilt.</p><h3><strong>2. Sorgfältige Klauselgestaltung</strong></h3><p>Es reicht nicht aus, dass eine Wertsicherungsklausel den Anforderungen des PrKG genügt. Sie muss darüber hinaus auch der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle standhalten. Insbesondere sollte der Ausgangswert für die Indexierung nicht an einen Zeitpunkt vor Mietbeginn anknüpfen, da der Mieter andernfalls für eine Inflationsentwicklung einstehen muss, ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben. Zudem ist auf die innere Widerspruchsfreiheit der Klausel zu achten, um dem Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB zu genügen.</p><h3><strong>3. Bestehende Verträge prüfen</strong></h3><p>Vermieter sollten bestehende Gewerberaummietverträge mit formularmäßigen Wertsicherungsklauseln auf ihre AGB-rechtliche Wirksamkeit hin überprüfen lassen, um Rückforderungsansprüche von Mietern frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.</p><p>Die Entscheidung des BGH zeigt deutlich, wie wichtig eine <strong>rechtssichere Gestaltung von Wertsicherungsklauseln</strong> in Gewerberaummietverträgen ist. Wenn Sie als Vermieter oder Mieter prüfen möchten, ob Ihre Verträge den aktuellen rechtlichen Anforderungen entsprechen, beraten wir von <a href="https://kfr.law" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> Sie gerne.</p><p>Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Bereich <a href="https://kfr.law/category/asset-management-mietrecht/" target="_blank" rel="noopener">Asset Management &amp; Mietrecht</a> unserer Kanzlei KFR – Kanzlei für Real Estate in <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-hamburg/" target="_blank" rel="noopener">Hamburg</a> und <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-muenchen/" target="_blank" rel="noopener">München</a>.</p>								</div>
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		<title>Gewerberaummietvertrag und öffentliches Baurecht: So vermeiden Sie risikoreiche Fallstricke</title>
		<link>https://kfr.law/gewerberaummietvertrag-und-oeffentliches-baurecht-so-vermeiden-sie-risikoreiche-fallstricke-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 14:18:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliches Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Baugenehmigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gewerberaummietvertrag und das öffentliche Baurecht haben Schnittstellen, die ein oft nicht gesehenes und unterschätztes Gefahrenpotenzial bergen. Stehen die Vorgaben aus der Baugenehmigung nicht mit den Regelungen des Mietvertrages überein, drohen Auseinandersetzungen mit den Behörden, Verzögerungen, Kosten und sogar Nutzungsuntersagungen. Wir zeigen, welche Punkte Sie vor Vertragsschluss prüfen sollten. Von Sinje Grefe und Carlotta Zimmermann [&#8230;]</p>
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									<p><em>Der Gewerberaummietvertrag und das öffentliche Baurecht haben Schnittstellen, die ein oft nicht gesehenes und unterschätztes Gefahrenpotenzial bergen. Stehen die Vorgaben aus der Baugenehmigung nicht mit den Regelungen des Mietvertrages überein, drohen Auseinandersetzungen mit den Behörden, Verzögerungen, Kosten und sogar Nutzungsuntersagungen. Wir zeigen, welche Punkte Sie vor Vertragsschluss prüfen sollten.</em></p>
<p><em>Von Sinje Grefe und Carlotta Zimmermann</em></p>
<p>Vermieter und Mieter sparen sich viel Ärger, Zeit und Kosten, wenn sie vor Abschluss eines (langfristigen) Gewerberaummietvertrages die baurechtlichen Vorgaben für das jeweilige Objekt noch einmal prüfen. Denn oftmals passen die geltenden baurechtlichen Vorgaben, v.a. aus der Baugenehmigung, nicht zu der vom Mieter geplanten Nutzung. In diesen Fällen kann z.B. eine Nutzungsänderungsgenehmigung erforderlich sein oder die vorgesehenen Umbaumaßnahmen des Vermieters/Mieters zur Anpassung bzw. Herstellung der Mietflächen müssen baurechtlich genehmigt werden.</p>
<p>Diese Umstände und deren (Rechts-)Folgen sollten im Rahmen des Mietvertrages widergespiegelt und abgedeckt werden, um hieraus entstehende Risiken zu minimieren. Nachfolgend zeigen wir rechtliche Aspekte auf, die nach unserer Erfahrung besonders praxisrelevant sind.</p>
<p><strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>Mietgegenstand und Mietzweck: Abgleich mit dem geltenden öffentlichen Recht und der Baugenehmigung</strong></p>
<p>Schon bei <strong>Mietgegenstand</strong> und Mietzweck bestehen erhebliche Schnittstellen zum öffentlichen Baurecht.</p>
<p>In den typischen mietvertraglichen Regelungen wird dabei bestimmt, welche Flächen mit welcher Größe dem Mieter zur exklusiven oder gemeinschaftlichen Nutzung überlassen werden, und welcher Nutzungszweck verfolgt wird. Ggf. werden auch Stellplätze zur (gemeinschaftlichen) Nutzung überlassen.</p>
<p>All dies muss mit den gegebenen öffentlich-rechtlichen Vorgaben in Einklang stehen.</p>
<p><strong>Der Mietgegenstand muss sowohl von der konkreten Fläche (und u.U. der Verkaufsfläche) als auch der Nutzungsart bzw. dem Mietzweck mit den geltenden baurechtlichen Bestimmungen übereinstimmen.</strong></p>
<p>Die zu vermietende Fläche muss nach der für das Gebäude aktuell gültigen Baugenehmigung sowohl von der Größe als auch von der Nutzungsart genehmigt sein. Hierbei könnten u.a. auch Vorgaben zur zulässigen Verkaufsfläche gelten. Zu prüfen wäre diesbezüglich dann z.B. welche konkreten Flächen als Verkaufsfläche im baurechtlichen Sinne nach der Baugenehmigung einzubeziehen sind, z.B. ggf. Flächen im Kassenvorraum, Windfang.</p>
<p>Weicht der <strong>vertraglich vereinbarte Mietzweck</strong> von den baurechtlichen Vorgaben ab kann eine <strong>Nutzungsänderungsgenehmigung</strong> erforderlich werden.</p>
<p>In diesem Fall sollte der Mietvertrag zwingend regeln, wer für die Beantragung der Nutzungsänderungsgenehmigung zuständig und verantwortlich ist und welche Rechtsfolgen eine ausbleibende Genehmigung hat. Beispielsweise kann in dem Mietvertrag eine aufschiebende Bedingung hinsichtlich der Erteilung der Nutzungsänderung aufgenommen werden.</p>
<p>Bei einer neu zu beantragenden Baugenehmigung sind vor Abschluss des Mietvertrags insbesondere geltende bauplanungsrechtlichen Vorgaben zu Verkaufsflächen- und/oder Sortimentsbeschränkungen zu beachten. Oftmals enthalten Bebauungspläne, die Einzelhandelsnutzung zulassen, diesbezügliche Vorgaben (v.a. bei Shoppingcentern oder Outletcentern). Hier kann beispielsweise vorgesehen werden, dass bestimmte Sortimente nicht vertrieben werden dürfen.</p>
<p>Darüber hinaus enthalten Baugenehmigungen (v.a. bei Einzelhandels- und Gastronomieflächen) oft <strong>Vorgaben zu Betriebs- und Anlieferzeiten</strong>, die im Mietvertrag berücksichtigt werden müssen. Abweichungen zu diesen Vorgaben sind zu vermeiden. Im Rahmen des Mietvertrages sollte sichergestellt werden, dass der Mieter diese beachten muss und welche Handhabe der Vermieter im Falle eines Verstoßes hat.</p>
<p>Auch der öffentlich-rechtliche <strong>Stellplatzbedarf</strong> kann sich je nach Nutzung und/oder Umbau des Mietgegenstandes ändern. Dies sollte der Vermieter im Blick behalten und etwaige Regelungen hierzu im Mietvertrag aufnehmen.</p>
<p>Sofern Stellplätze mitvermietet werden, sollte überprüft werden, ob diese Stellplatzfläche auch als solche baurechtlich genehmigt und für den Mietgegenstand vorgehalten werden muss.</p>
<h2><strong>&nbsp;</strong><strong style="font-family: Lato, sans-serif;">2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong style="font-family: Lato, sans-serif;">Bauliche Änderungen</strong></h2>
<p>Bauliche Veränderungen am Mietgegenstand sind sowohl <strong>vor Übergabe</strong> des Mietgegenstandes an den Mieter, wenn der Vermieter also noch bauliche Maßnahmen ergreifen muss, um den Mietgegenstand entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen herzurichten, als auch <strong>während des Mietverhältnisses</strong> durch den Mieter ein wichtiges Thema im Zusammenspiel mit dem öffentlichen Recht.</p>
<p>Zunächst ist zu prüfen, ob die geplanten Maßnahmen genehmigungsbedürftig sind. Sollte dies der Fall sein, sind Regelungen im Mietvertrag aufzunehmen, die u.a. die Rechtsfolgen bei ausbleibender Genehmigung regeln, z.B. durch Aufnahme einer aufschiebenden Bedingung.</p>
<p>Der Mietvertrag sollte daher klar regeln:</p>
<ul>
<li><strong>Wer ist Bauherr</strong> für die jeweilige Maßnahme gegenüber der Behörde?</li>
<li><strong>Wer trägt die Verantwortung und Kosten</strong> für Genehmigungen?</li>
<li><strong>Welche Folgen</strong> hat ein Verstoß (z. B. bei Brandschutzmängeln)?</li>
</ul>
<h2><strong>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><strong>Risiko der (bau)rechtswidrigen Nutzung</strong></h2>
<p>Bei einer <strong>baurechtswidrigen Nutzung</strong> – etwa wenn der Mieter den Mietgegenstand anders nutzt als genehmigt oder einzelne bauordnungsrechtliche Auflagen, wie vorgegebene Betriebszeiten, missachtet – kann eine <strong>Nutzungsuntersagung</strong><strong> durch die Behörde drohen</strong>. Solch eine Nutzungsuntersagung kann im Einzelfall auch gegenüber dem Eigentümer/Vermieter erlassen werden. Der Grund: Der Behörde steht im Rahmen der sog. <strong>Störerauswahl</strong> ein Ermessen zu, d.h. sie darf auf den Störer zurückgreifen, der aus ihrer Sicht die Störung am effektivsten beseitigen kann. Das Auswahlermessen der Behörde kann dabei oftmals auf den Eigentümer und Vermieter fallen, da dieser für die Behörde leichter ermittelbar und damit „schneller greifbar“ ist.</p>
<p>Daher sollten die <strong>öffentlich-rechtlichen Vorgaben</strong> im Mietvertrag an den Mieter weitergegeben werden und Rechtsfolgen bei einem Verstoß vorgesehen werden (z. B. Freistellung, Kündigungsmöglichkeiten).</p>
<p>Des Weiteren sollte im Innenverhältnis zwischen Vermieter und Mieter die Verantwortlichkeit sowie etwaige Freistellungs- und Regressverantwortlichkeiten (z.B. Mietausfall) geregelt werden. Diese greifen allerdings nicht gegenüber der einschreitenden Behörde.</p>
<p><strong>Unsere Praxiserfahrung zeigt</strong>: Das öffentliche Baurecht sollte bei jeder Vermietung von Gewerbeflächen und der Vertragsgestaltung von Anfang berücksichtigt werden – nur so lassen sich Risiken wirksam vermeiden.</p>
<p><em>&nbsp;</em><em>Sie planen die Vermietung oder Anmietung von Gewerbeflächen? Gern unterstützen wir sie bei der Prüfung der öffentlich-rechtlichen Vorgaben und wie diese im Mietvertrag zu berücksichtigen sind.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<h2><strong>FAQ</strong></h2>
<p><strong>Wann ist eine Nutzungsänderung erforderlich?</strong><br>Immer dann, wenn der vertraglich vereinbarte Mietzweck von der genehmigten Nutzungsart genehmigungsrelevant abweicht.</p>
<p><strong>Wer beantragt die Genehmigungen?</strong><br>Das sollte im Vertrag geregelt sein. Grundsätzlich ist der Vermieter hierfür verantwortlich, sofern es den Vertragszweck betrifft. Wenn der Mieter selbst bauliche Maßnahmen durchführt, ist es üblich zu regeln, dass der Mieter etwaige Genehmigung in diesem Zusammenhang einzuholen hat.&nbsp;</p>
<p><strong>Darf ich längere Betriebszeiten vereinbaren?</strong><br>Die genehmigten Betriebs- und Anlieferzeiten sollten dringend im Mietvertrag als geltend vereinbart werden.</p>
<p><strong>Was passiert bei baurechtswidriger Nutzung?</strong><br>Es drohen Nutzungsuntersagungen und weitere Verfügungen – ggf. auch gegen den Vermieter.</p>
<p><strong>Wie sichere ich mich als Vermieter ab?</strong><br>Durch klare Regelungen im Mietvertrag hinsichtlich Weitergabe öffentlich-rechtlicher Vorgaben, sowie Regelungen zur Freistellung, Regress und Kündigungsmöglichkeiten im Vertrag.</p>								</div>
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					<h6 class="elementor-heading-title elementor-size-default">KFR Kanzlei für Real Estate – Hamburg &amp; München
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Das endgültige Ende der Schriftform für langfristige gewerbliche Mietverhältnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 09:03:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietvertrag & Vertragsgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerblicher Mietvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[ordentliche Kündigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In unserem Beitrag vom 20.01.2025 hatten wir bereits darüber berichtet, dass durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz für langfristige Gewerbemietverträge seit dem 01.01.2025 anstelle des Schriftformerfordernisses Textform gilt. Für Altverträge, die vor dem 01.01.2025 abgeschlossen wurden, galt eine Übergangsfrist, die mittlerweile ausgelaufen ist. Auch für diese langfristigen Gewerbemietverträge gilt nunmehr die Textform.  von Sinje Grefe Wie war die [&#8230;]</p>
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									<p><em>In unserem <a href="https://www.kfr.law/rechtsprechungs-updates/schriftform-ade-oder-doch-nicht/">Beitrag vom 20.01.2025</a></em><em> hatten wir bereits darüber berichtet, dass durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz für langfristige Gewerbemietverträge seit dem 01.01.2025 anstelle des Schriftformerfordernisses Textform gilt. </em></p><p><em>Für Altverträge, die vor dem 01.01.2025 abgeschlossen wurden, galt eine Übergangsfrist, die mittlerweile ausgelaufen ist. Auch für diese langfristigen Gewerbemietverträge gilt nunmehr die Textform.  </em></p><p>von Sinje Grefe</p><h2><strong>Wie war die Rechtslage vor dem 01.01.2025</strong><strong>?</strong></h2><p>Vor dem Inkrafttreten des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes galt für langfristige gewerbliche Mietverträge, also solche, die für längere Zeit als ein Jahr abgeschlossen wurden, die Schriftform. Wurde diese nicht eingehalten, galt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und war damit ordentlich kündbar.</p><h2><strong>Viertes Bürokratieentlastungsgesetz</strong></h2><p>Mit Inkrafttreten des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes gilt für langfristige Gewerbemietverträge nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__578.html" target="_blank" rel="noopener">§ 578 Abs. 1 Satz 2 BGB</a> grundsätzlich die Textform. Ist diese nicht eingehalten, findet weiterhin <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__550.html" target="_blank" rel="noopener">§ 550 BGB</a> Anwendung, d.h. dass diese Mietverhältnisse dann wieder als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen gelten und ordentlich kündbar sind.</p><h2><strong>Übergangsfrist</strong></h2><p>Für Mietverträge, die bereits vor dem 01.01.2025 abgeschlossen wurden, war eine Übergangsfrist bis einschließlich 01.01.2026 vorgesehen, bis zu diesem Zeitpunkt galt für diese Altmietverträge weiterhin die alte Rechtslage, mithin das Schriftformerfordernis. Sollte allerdings ein Bestandsmietvertrag bereits vor dem 02.01.2026 abgeändert werden, galt die Textform auch für diese Änderungen.</p><h2><strong>Aktuelle Rechtslage</strong></h2><p>Für alle langfristigen Gewerbemietverträge, unabhängig davon, ob sie vor dem 01.01.2025 angeschlossen wurden, gilt nunmehr die Textform. Mithin sind etwaige Schriftformverstöße für diese nicht mehr maßgeblich. Ob ein langfristiger Gewerbemietvertrag aufgrund von Formverstößen als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen gilt, richtet sich nunmehr allein danach, ob die Textform eingehalten wurde, sofern die Parteien mietvertraglich nicht etwas anderen bestimmt haben.</p><p>Kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie Beratung bei der Gestaltung Ihres Mietvertrages benötigen.</p><p>Ihre Ansprechpartnerin:</p>								</div>
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Unzulässigkeit einer gewinnbringenden Untervermietung – Der Bundesgerichtshof schafft Klarheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:29:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietverhältnisse & Beendigung]]></category>
		<category><![CDATA[berechtigtes Interesse]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[gewinnbringende Untervermietung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnerzielungsabsicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundesgerichtshof hat am 28.01.2026 (BGH VIII ZR 228/23) entschieden, dass ein berechtigtes Interesse des Mieters an der Untervermietung des Wohnraums nicht gegeben ist, wenn er durch die Untervermietung einen über die Deckung der eigenen wohnungsbezogenen Aufwendungen hinausgehenden Gewinn erzielt. Damit schafft der Bundesgerichtshof Klarheit, wann der Vermieter keine Zustimmung zur Untervermietung erteilen muss. von [&#8230;]</p>
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									<p><em>Der Bundesgerichtshof hat am 28.01.2026 (</em><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026024.html"><em>BGH VIII ZR 228/23</em></a><em>) entschieden, dass ein berechtigtes Interesse des Mieters an der Untervermietung des Wohnraums nicht gegeben ist, wenn er durch die Untervermietung einen über die Deckung der eigenen wohnungsbezogenen Aufwendungen hinausgehenden Gewinn erzielt.</em></p><p><em>Damit schafft der Bundesgerichtshof Klarheit, wann der Vermieter keine Zustimmung zur Untervermietung erteilen muss. </em></p><p>von Sinje Grefe</p><h2><strong>Welcher Sachverhalt lag der Entscheidung zugrunde?</strong></h2><p>Der Beklagte hatte seit 2009 eine Zweizimmerwohnung in Berlin von der Klägerin gemietet. Die Nettokaltmiete betrug monatlich EUR 460,00. Der Beklagte vermietete die Wohnung wegen eines vorübergehenden Auslandsaufenthalts unter und setzte eine monatliche Nettokaltmiete von EUR 962,00 zzgl. Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung, insgesamt EUR 1.100,00 an. Die Klägerin mahnte den Beklagten wegen unerlaubter Untervermietung ab und kündigte das Mietverhältnis anschließend fristgemäß. Die Klägerin erhob Räumungsklage, welche das Amtsgericht abwies. Das Landgericht (als Berufungsinstanz) gab der Räumungsklage dagegen statt.</p><h2><strong>Was hat der Bundesgerichtshof entschieden?</strong></h2><p><strong>Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Beklagten zurückgewiesen. Mithin hat der Bundesgerichtshof den Anspruch der Klägerin auf Räumung der Wohnung bestätigt. </strong></p><p>Die Kündigung der Klägerin war wirksam, da dem Beklagten kein Anspruch auf Erteilung der Erlaubnis einer gewinnbringenden Untervermietung zustand.</p><h2><strong>Wann hat ein Mieter einen Anspruch auf Zustimmung zu einer Untervermietung?</strong></h2><p>Der Mieter kann die Erteilung der Zustimmung zu einer Untervermietung verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse im Sinne des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__553.html" target="_blank" rel="noopener">§ 553 Abs. 1 Satz 1 BGB</a> hat.</p><p>Ob hierunter auch das Interesse des Mieters, die Wohnung gewinnbringend unterzuvermieten fällt, hat der Bundesgerichtshof durch Auslegung von § 553 BGB ermittelt.</p><p>Nach dem Bundesgerichtshof ist die Untervermietung von der Überlegung getragen, dem Mieter die Wohnung im Falle einer wesentlichen Änderung seiner Lebensverhältnisse zu erhalten. Der Zweck der Untervermietung besteht hingegen nicht darin, dem Mieter hierdurch eine Möglichkeit der Gewinnerzielung zu verschaffen.</p><p>Ferner führte der Bundesgerichtshof aus, dass es zwar der ständigen Rechtsprechung entspräche, dass ein Wunsch des Mieters nach Verringerung seiner Mietaufwendungen als berechtigtes Interesse anzuerkennen ist, die Erzielung von darüber hinausgehenden Einnahmen hiervon aber nicht mehr erfasst werde.</p><p>Offengelassen hat der Bundesgerichtshof eine Entscheidung darüber, ob über die Untervermietung der Wohnung hinausgehende Leistungen, wie die Vermietung von Mobiliar, bei der Frage der Gewinnerzielung zu berücksichtigen sind oder ob ein berechtigtes Interesse des Mieters auch wegen des Verstoßes gegen Mietpreisbremse abzulehnen ist.</p><p>Haben Sie weitere <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/asset-management-und-mietrecht/" target="_blank" rel="noopener">Fragen zur Untervermietung</a>? Wir beraten Sie gerne.</p><p>Ihre Ansprechpartnerin:</p>								</div>
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		<title>Der Bundesgerichtshof schafft Klarheit – Wann ist ein Mietvertrag trotz Vereinbarung einer Festlaufzeit ordentlich kündbar?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 10:43:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietverhältnisse & Beendigung]]></category>
		<category><![CDATA[aufschiebende Bedingung]]></category>
		<category><![CDATA[befristeter Mietvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Befristung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Festlaufzeit]]></category>
		<category><![CDATA[ordentliche Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[rechtssicherer Mietvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wann liegt ein befristetes Mietverhältnis vor, wenn die Parteien den Beginn einer festen Mietvertragslaufzeit an eine Bedingung knüpfen? Der BGH hat sich im März letzten Jahres, (BGH XII ZR 76/24), unter anderem mit der Frage auseinandergesetzt, ab wann der Kündigungsausschluss eines Mietvertrages zu laufen beginnt, wenn dessen Eintritt an ein Ereignis anknüpft. Entscheidend ist nach Ansicht [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://kfr.law/der-bundesgerichtshof-schafft-klarheit-wann-ist-ein-mietvertrag-trotz-vereinbarung-einer-festlaufzeit-ordentlich-kuendbar-2/">Der Bundesgerichtshof schafft Klarheit – Wann ist ein Mietvertrag trotz Vereinbarung einer Festlaufzeit ordentlich kündbar?</a> appeared first on <a href="https://www.kfr.law/">KFR Kanzlei für Real Estate</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6349" class="elementor elementor-6349" data-elementor-post-type="post">
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									<h2><strong>Wann liegt ein befristetes Mietverhältnis vor, wenn die Parteien den Beginn einer festen Mietvertragslaufzeit an eine Bedingung knüpfen?</strong></h2><p><em>Der BGH hat sich im März letzten Jahres, </em><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=094334fe8c1a53a29e1732c36ca9f6bb&amp;nr=141218&amp;anz=1&amp;pos=0" target="_blank" rel="noopener"><em>(BGH XII ZR 76/24)</em></a><em>, unter anderem mit der Frage auseinandergesetzt, ab wann der Kündigungsausschluss eines Mietvertrages zu laufen beginnt, wenn dessen Eintritt an ein Ereignis anknüpft. Entscheidend ist nach Ansicht des BGH, was sich die Parteien bei Abschluss des Mietvertrages vorgestellt haben: Ist sicher, dass das Ereignis eintritt, die Frage ist nur wann oder ist der Eintritt an sich unsicher.</em></p><p>von Sinje Grefe</p><p>Der Entscheidung des BGH lag der folgende verkürzte Sachverhalt zugrunde:</p><p>Der Beklagte ist Eigentümer eines landwirtschaftlich genutzten Grundstückes, das er zuvor vom Voreigentümer gekauft hatte. Der Voreigentümer schloss mit der Klägerin einen Nutzungsvertrag über das Grundstück ab, da die Klägerin das Grundstück im Zusammenhang mit der Errichtung von Windenergieanlagen benötigte. Der Vertrag sah vor, dass dieser nach Ablauf von 20 Jahren gerechnet ab dem 31.12. des Jahres, in dem die Inbetriebnahme der letzten geplanten Windenergieanlage erfolgt, endet. Außerdem war geregelt, dass das Recht zur fristlosen Kündigung des Vertrages aus wichtigem Grund unberührt bleibt.</p><p>Der Beklagte kündigte den Nutzungsvertrag, vor Inbetriebnahme der letzten geplanten Windenergieanlage.</p><h2><strong>Konnte der Mietvertrag ordentlich gekündigt werden?</strong></h2><p>Der Bundesgerichtshof ist zu der Auffassung gelangt, dass die ordentliche Kündigung nicht schon deshalb unwirksam ist, weil die Parteien eine feste Vertragslaufzeit von 20 Jahren vereinbart haben.</p><h3><strong>Grundsatz: Ein befristets Mietverhältnis ist nicht ordentlich kündbar.</strong></h3><p>Hintergrund ist, dass zum Zeitpunkt der Kündigung noch kein befristetes Mietverhältnis nach § 542 Abs. 2 BGB vorlag. Aus § 542 Abs. 2 BGB ergibt sich, dass ein auf bestimmte Zeit abgeschlossenes Mietverhältnis, z.B. durch Vereinbarung einer bestimmten Laufzeit im Mietvertrag, nicht ordentlich gekündigt werden kann.</p><p><strong>Was gilt, wenn der Beginn der festen Laufzeit an den Eintritt einer Voraussetzung geknüpft ist?</strong></p><p>Problematisch war vorliegend, dass die Parteien die feste Laufzeit des Mietvertrages an eine Voraussetzung geknüpft haben (Inbetriebnahme der letzten geplanten Windenergieanlage). Wenn die Parteien die vereinbarte feste Laufzeit an den Eintritt eines Ereignisses knüpfen, kommt es für die Beurteilung, ob bis zu dessen Eintritt ein befristetes Mietverhältnis vorliegt, darauf an, welche rechtliche Bedeutung die Parteien den gefundenen Vertragsregelungen zugemessen haben.</p><p><strong>Keine ordentliche Kündigung bei sicherem Eintritt des Ereignisses</strong></p><p>Gehen die Parteien bei Abschluss des Mietvertrages davon aus, dass das Ereignis auf jeden Fall eintreten wird und nur unklar ist, zu welchem Zeitpunkt, liegt in der Regel eine <strong>Befristung</strong> im Sinne von § 163 BGB vor, mit der Folge, dass die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung auch bis zum Beginn der festen Laufzeit ausgeschlossen ist.</p><h3><strong>Es ist unsicher, ob das Ereignis überhaupt eintritt: ordentliche Kündigung vor Eintritt einer aufschiebenden Bedingung möglich</strong></h3><p>Ist aus Sicht der Parteien nicht nur ungewiss, wann das Ereignis eintreten wird, sondern auch, ob es überhaupt jemals eintreten wird, liegt eine <strong>aufschiebende Bedingung</strong> vor. In diesem Falle besteht die Vertragsbindung grundsätzlich bereits ab Unterzeichnung, die Regelung zur festen Mietzeit gilt aber erst mit Eintritt der aufschiebenden Bedingung. Bis zum Eintritt der aufschiebenden Bedingung kann der Mietvertrag also ordentlich gekündigt werden.</p><h3><strong>Entscheidend ist die Vorstellung bei Mietvertragsabschluss</strong></h3><p>Was die Parteien jeweils zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses gewollt haben, ist im Einzelfall durch Auslegung zu ermitteln.</p><h3><strong>Unser Fazit:</strong></h3><p><strong>Um den Vertragsparteien Rechtssicherheit zu verschaffen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das gemeinsame Verständnis der Parteien dahingehend, ob eine Befristung oder eine aufschiebende Bedingung vorliegen soll, festgehalten wird. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der jeweilige Vertrag vor Beginn der festen Laufzeit ordentlich kündbar ist.</strong></p><p><em>Haben Sie weitere Fragen zur Mietvertragsgestaltung? Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns unter </em><a href="mailto:info@kfr.law" target="_blank" rel="noopener"><em>info@kfr.law</em></a>.</p><p>Ihre Ansprechpartnerin:</p>								</div>
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					<h6 class="elementor-heading-title elementor-size-default">KFR Kanzlei für Real Estate – Hamburg &amp; München
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Green Lease 2.0 – Die wichtigsten Fakten über den Grünen Mietvertrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 14:18:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietvertrag & Vertragsgestaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das sollten Immobilieneigentümer über den Grünen Mietvertrag wissen Von Sinje Grefe und Lena Forster Mit der Überarbeitung des Leitfadens für grüne Mietverträge durch den Zentralen Immobilienausschuss (ZIA) im Februar 2024 wurde der Green Lease an die aktuellen europäischen ESG-Vorgaben angepasst. Die wichtigsten Punkte im Überblick: Was ist ein Green Lease – und welche Vorteile bringt er? [&#8230;]</p>
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									<h2 style="text-align: left;"><strong>Das sollten Immobilieneigentümer über den Grünen Mietvertrag wissen</strong></h2><div><em>Von Sinje Grefe und </em><em>Lena Forster</em><br /><em><br /></em></div><p>Mit der <a href="https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2021/04/zia_broschuere_green_lease_weboptimiert1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Überarbeitung des Leitfadens für grüne Mietverträge durch den Zentralen Immobilienausschuss (ZIA)</a> im Februar 2024 wurde der Green Lease an die aktuellen <a href="https://zia-deutschland.de/project/green-lease-2-0-vom-grunen-mietvertrag-zum-esg-lease/" target="_blank" rel="noopener">europäischen ESG-Vorgaben</a> angepasst. Die wichtigsten Punkte im Überblick:</p><h3><strong>Was ist ein Green Lease – und welche Vorteile bringt er?</strong></h3><p>Der Nachhaltigkeitsgrad kann bei Immobilien nicht nur im Wege der nachhaltigen Neuerrichtung oder Sanierung erreicht und gehalten werden. Vielmehr ist es für Letzteres erforderlich, dass die Immobilie für die gesamte Haltedauer nachhaltig betrieben wird. Hierfür ist die Implementierung von grünen Regelungen im Mietvertrag ein wesentlicher Bestandteil.</p><p>Eine gesetzliche Definition des Begriffes „Green Lease“ gibt es nach wie vor nicht.</p><p>Der ZIA versteht unter <a href="https://zia-deutschland.de/project/green-lease-2-0-vom-grunen-mietvertrag-zum-esg-lease/" target="_blank" rel="noopener">Green Lease</a> nach wie vor „ein auf Nachhaltigkeitsaspekte ausgerichteter Mietvertrag, der durch seine besondere Ausgestaltung, gegebenenfalls flankiert durch die Anforderungen einer etwa vorhandenen Zertifizierung der Immobilie, den Mieter zu einer möglichst nachhaltigen Nutzung und den Vermieter zu einer möglichst nachhaltigen Bewirtschaftung der Immobile veranlassen soll“.</p><p>Für die Praxis bringt der „Green Lease“, dass gerade Immobilien mit einem hohen Nachhaltigkeitsgrad auf dem Immobilienmarkt ein höheres Interesse erhalten und damit auch günstiger finanziert werden können. Ein Vorteil für Immobilieneigentümer.</p><h4><strong>Die Geburtsstunde des Green Lease-Leitfadens</strong></h4><p><b></b><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Im Jahr 2018 erarbeitete der ZIA mit einer Projektgruppe aus Immobilien-Experten eine Definition für den Green Lease. Darauf aufbauend erstellte er einen umfassenden Regelungskatalog des Green Lease.</span></p><p>Dieser Regelungskatalog wurde und wird heute nicht nur von Rechtsanwaltskanzleien zur Gestaltung von nachhaltigen Klauseln als Praxisleitfaden herangezogen. Man kann auch davon ausgehen, dass Banken und Finanzinstitute diesen Leitfaden berücksichtigen, wenn sie Immobilien anhand von ESG-Kriterien bewerten.</p><h4><strong>Was ist neu am Green Lease 2.0?</strong></h4><p>Mit Stand Februar 2024 wurde der vorgenannte Praxisleitfaden vom ZIA nochmals überarbeitet und insbesondere an die europäischen ESG-Regelwerke angepasst. Weiterhin gibt es zwei Kategorien:</p><ul><li><h5><strong>Basis Green Lease:</strong></h5><p><span style="font-size: 16px;">Wurde dabei auf die aus Sicht des ZIA essenziellen Regelungen reduziert und konzentriert sich auf die wichtigsten Aspekte zur Durchsetzung der mit dem Green Lease verbundenen Ziele</span></p></li><li><h5><strong>Erweiterter Green Lease:</strong></h5><p>Enthält umfassendere und detaillierte Regelungsvorschläge</p></li></ul><h4><strong>Der Basis Green Lease</strong></h4><p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Der ZIA hat im Vergleich zu der Fassung von 2018 nunmehr versucht, den Begriff der „Nachhaltigkeit“ anhand der Taxonomie-Verordnung und der Offenlegungs-Verordnung zu vereinheitlichen. Der Basis Green Lease soll sich nach Ansicht des ZIA nur noch auf folgende Kernelemente konzentrieren.</span></p><h4><strong>Die vier Kernpunkte des Basis Green Lease:</strong></h4><ol><li><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Gegenseitiger Austausch von Verbrauchsdaten</span><strong style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );">:</strong><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"> Mieter und Vermieter tauschen Verbrauchsinformationen aus (z.B. zu Energie, Wasser, und Gas),</span></li><li>Förderung nachhaltiger Energiequellen bei der Energie und Wärmeversorgung,</li><li>Ressourcenschonung:<span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"> Maßnahmen zur Einsparung von Energie und Wasser sowie Reduzierung von Abfall,</span></li><li>Umwelt- und ressourcenschonende Durchführung von Bau- und Reparaturmaßnahmen.</li></ol><h4><strong>Der Erweiterte Green Lease</strong></h4><p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Der </span>Erweiterte Green Lease<span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"> ergänzt die Basisversion um umfassendere Nachhaltigkeitsregelungen. Dazu gehören u.a. energetische Modernisierungen, Zertifizierungen sowie Social und Governance-Aspekte wie Barrierefreiheit.</span></p><p>Ziel ist es, Vermieter und Mieter insgesamt stärker in die Verantwortung für eine nachhaltige Gebäudenutzung einzubinden.</p><h4><strong>Warum lohnt sich für Immobilienbesitzer der Green Lease?</strong></h4><ul><li><h5><strong>Marktvorteil</strong></h5><p>Immobilien mit Nachhaltigkeitsstandards sind bei Käufern und Mietern in der Regel gefragter.</p></li><li><h5><strong>Finanzierungsplus<br /></strong></h5><p>Ggf. bessere Kreditkonditionen durch Erfüllung von ESG-Kriterien.</p></li><li><h5><strong>Zukunftssicherheit</strong> </h5><p>Erreichung ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeitsziele.</p></li></ul><h4><strong>Was müssen Sie beachten?</strong></h4><p>Trotz der Überarbeitung des Leitfadens und den Formulierungsvorschlägen des ZIA gibt es nach unserer Praxiserfahrung keine Standardlösung für nachhaltige Mietverträge. Es muss jeweils im Einzelfall geprüft werden, welche dieser Regelung in Bezug auf Mietstruktur, Gebäude und Interessen beider Vertragsparteien sinnvoll ist und auch in der Praxis umgesetzt werden kann. Diese können von lockeren Absichtserklärungen bis hin zu strengen Verpflichtungen reichen. Generell gilt, dass jede Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit in Mietverträgen begrüßenswert ist, jedoch es ein bloßes „Greenwashing“ zu vermeiden gilt. Es ist zu erwarten, dass eine bloße „grüne Fassade“ nicht mehr ausreichen wird.</p><h3><strong>Unser Fazit</strong></h3><p>Wer als Immobilieneigentümer zukunftssicher und nachhaltig handeln möchte, sollte die neuen Green Lease 2.0-Regelungen kennen und grüne Regelungen in Mietverträge integrieren. Dabei sind individuelle Lösungen gefragt – gerne unterstützen wir als Experten Sie bei der Gestaltung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns  auf.</p><p>Ihre Ansprechpartnerin: </p>								</div>
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		<title>Schriftform ade &#8211; oder doch nicht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 11:46:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietvertrag & Vertragsgestaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 01.01.2025 gilt gemäß § 578 Absatz 1, Satz 2 BGB für neue langfristige Gewerberaummietverträge sowie für Änderungen von bestehenden langfristigen Gewerberaummietverträgen die Textform. KFR – Kanzlei für Real Estate erklärt, was das für Vermieter und Mieter bedeutet – und warum die Änderung mehr Unsicherheiten schafft, als sie löst. Was bedeutet die neue Textform? [&#8230;]</p>
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									<p>Seit dem 01.01.2025 gilt gemäß § 578 Absatz 1, Satz 2 BGB für neue langfristige Gewerberaummietverträge sowie für Änderungen von bestehenden langfristigen Gewerberaummietverträgen die Textform. <a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> erklärt, was das für Vermieter und Mieter bedeutet – und warum die Änderung mehr Unsicherheiten schafft, als sie löst.</p><h2><strong>Was bedeutet die neue Textform?</strong></h2><p>Sollte diese nicht eingehalten werden, greift weiterhin<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__550.html" target="_blank" rel="noopener"> § 550 BGB</a> mit der Folge ein, dass der Mietvertrag trotz Vereinbarung einer festen Laufzeit ordentlich kündbar ist.</p><p>Was vom Gesetzgeber als Erleichterung bzw. Vereinfachung für den Abschluss von langfristigen Mietverträgen gedacht war, führt dennoch zu einigen Konsequenzen, die der Vermieter bzw. die Parteien des Mietvertrages vermutlich vermeiden wollen würden.</p><h3><strong>Neue Risiken durch die Textform</strong></h3><p>Unter anderem folgende neue Problematiken ergeben sich aus der Textform:</p><ul><li><h4><strong>Unbeabsichtigte Vertragsabschlüsse</strong></h4>Da nunmehr die Möglichkeit besteht, Mietverträge oder Änderungen des Mietvertrages durch E-Mails, SMS etc. zu vereinbaren, muss bereits bei der Verhandlung eben solcher darauf geachtet werden, dass allein durch die ausgetauschten E-Mails kein unbeabsichtigter Abschluss zustande kommt.</li><li><h4><strong>Komplexere Transaktionen bei Immobilienkäufen</strong></h4>Im Rahmen des Verkaufes/Ankaufen von Grundstücken/Immobilien muss darauf geachtet werden, dass alle Absprachen zu den bestehenden Mietverträgen gesammelt und zur Verfügung gestellt werden. In Kaufverträgen wird immer häufiger eine Garantie gefordert werden, dass neben benannten mietvertraglichen Vereinbarungen keine weiteren bestehen. Der gesamte <strong>Due-Diligence-Prozess</strong> wird dadurch aufwendiger.<br />Mehr zur Transaktionsberatung – <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/projektentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">hier klicken. </a></li><li><h4><strong>Unübersichtliche Vertragsverwaltung</strong></h4>Ebenso kann die eigene Vertragsverwaltung durch die Möglichkeit der Vereinbarung von Mietverträgen/Abweichungen von Mietverträgen durch die Textform unübersichtlicher werden.</li><li><h4><strong>Unklare Anforderungen der Rechtsprechung</strong></h4>Die Anforderungen der Rechtsprechung zum Schriftformerfordernis, die vermutlich auch auf das Textformerfordernis Anwendung finden werden (dies wurde noch nicht gerichtlich entschieden), müssen eingehalten werden. Nach dem Bundesgerichtshof ist für die Wahrung der Schriftform erforderlich, dass die für den Abschluss des Vertrages notwendige Einigung über alle wesentlichen Vertragsbedingungen sich aus der Vertragsurkunde ergeben (Einheitlichkeit der Urkunde). Wie dies im Rahmen der Textform sichergestellt werden soll, ist nur schwer zu greifen. Da für die Wahrung der Textform die Speicherung auf einem dauerhaften Datenträger erforderlich ist, erscheint es problematisch, wie die Einheitlichkeit von einem/mehreren Datenträgern erfolgen soll. Mehr: <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__550.html" target="_blank" rel="noopener">Gesetzestext § 550 BGB</a></li></ul><p>Von daher sprechen nach wie vor gute Gründe dafür, dass die Parteien Vereinbarungen zu strengeren Formerfordernissen vereinbaren, zum Beispiel die Vereinbarung der gewillkürten Schriftform unter gewissen Erleichterungen.</p><p>Gern unterstützen wir von<a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/projektentwicklung/" target="_blank" rel="noopener"> KFR &#8211; Kanzlei für Real Estate</a> Sie bei der Findung einer passenden Regelung für Ihren Mietvertrag.</p>								</div>
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		<title>Überdurchschnittlich hohe Miete lässt Rückschluss auf Ernsthaftigkeit der Vermietungsbemühungen zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 15:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Besonderheiten Wohnraummietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsprechungs-Updates]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Verwaltungsgericht Berlin (VG Berlin) hat entschieden, dass es an der erforderlichen Ernsthaftigkeit von Vermietungsbemühungen fehlt, wenn Wohnraum zu einem offensichtlich überdurchschnittlichen Mietzins angeboten wird. VG Berlin, Beschluss vom 28.05.2024 &#8211; 6 L 125.24VwVG § 14; ZwVbG-BE (Zweckentfremdungsverbot-Gesetz Berlin) § 4 Abs. 1 KFR – Kanzlei für Real Estate erläutert die Hintergründe und die Bedeutung [&#8230;]</p>
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									<p>Das Verwaltungsgericht Berlin (VG Berlin) hat entschieden, dass es an der erforderlichen Ernsthaftigkeit von Vermietungsbemühungen fehlt, wenn Wohnraum zu einem offensichtlich überdurchschnittlichen Mietzins angeboten wird.</p><p>VG Berlin, Beschluss vom 28.05.2024 &#8211; 6 L 125.24<br /><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">VwVG § 14; ZwVbG-BE (Zweckentfremdungsverbot-Gesetz Berlin) § 4 Abs. 1</span></p><p><a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> erläutert die Hintergründe und die Bedeutung der Entscheidung für Eigentümer und <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/projektentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Projektentwickler</a>.</p><h2><strong>Der Fall: Leerstand trotz Vermietungsangeboten</strong></h2><p>Die Antragstellerin verfolgt im Einstweiligen Rechtsschutz erfolglos die Anordnung der aufschiebenden Wirkung ihres Widerspruchs gegen Bescheide zur Festsetzung von Zwangsgeld zur Durchsetzung zweckentfremdungsrechtlicher Wohnzuführungsaufforderungen. Die Antragstellerin als Projektentwicklerin ließ ein Wohngebäude mit insgesamt sechs Wohneinheiten errichten. Drei der Wohneinheiten wurden nicht – wie ursprünglich beabsichtigt – verkauft und auch nicht vermietet. Aufgrund des Leerstands wurde die Antragstellerin mehrfach aufgefordert, die betreffenden Wohneinheiten Wohnzwecken zuzuführen. Die Wohneinheiten konnten trotz Inseraten auf Immobilienportalen durch die Antragstellerin keiner langfristigen Vermietung zugeführt werden, sodass mehrfach Zwangsgelder gegen die Antragstellerin festgesetzt wurden.</p><p>Mehr zu rechtlichen Fragen bei Leerstand und Zweckentfremdung – <a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">hier klicken. </a></p><h2><strong>Entscheidung des VG Berlin</strong></h2><p>Das VG leitet aus der Höhe, der von der Antragstellerin für die Wohneinheiten verlangten Miete, eine mangelnde Ernsthaftigkeit an der Vermietungsabsicht her. Das VG stellt dabei fest, dass die von der Antragstellerin ursprünglich verlangten Mieten in der Wohnlage selbst für das obere Marktsegment offensichtlich überdurchschnittlich seien und damit den objektiven Tatbestand einer Mieterpreisüber-höhung nach Maßgabe des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/wistrg_1954/__5.html" target="_blank" rel="noopener">§ 5 Abs. 2 Satz 1</a> des Wirtschaftsstrafgesetzes von 1954 erfüllen dürften. Auch wenn die Antragstellerin, die für die Wohneinheiten verlangten Mieten deutlich senkte, fehle es an einem substantiierten Vorbringen aktueller Vermietungsbemühungen.</p><h2><strong>Anforderungen an ernsthafte Vermietungsbemühungen</strong></h2><p>Nach Ansicht des VG genügt es für die Darlegung ernsthafter Vermietungsbemühungen nicht, auf die Inserate bei Immobilienportalen zu verweisen. Die Antragstellerin habe nicht ausreichend dargelegt, ob</p><p>a. Kontaktanfragen von potenziellen Mietinteressenten auf dem jeweiligen Immobilienportal überhaupt beantwortet wurden und ob </p><p>b. darüberhinaus Besichtigungstermine vereinbart wurden.</p><p>Auch wurde seitens der Antragstellerin kein Nachweis dafür erbracht, dass die von ihr angeführten Besichtigungstermine überhaupt stattgefunden haben. Zudem ließ die Antragstellerin nach Auffassung des VG eine Erklärung dafür vermissen, dass trotz der von der Antragstellerin angeführten Besichtigungstermine kein Mietvertrag geschlossen werden konnte.</p><p>Unabhängig hiervon spreche nach Ansicht des VG die Tatsache, dass nur wenige Besichtigungstermine über einen Zeitraum von ca. sieben Monaten realisiert wurden (unterstellt diese haben stattgefunden), gegen ernsthafte Vermietungsbemühungen, da dies im Hinblick auf die allgemeine Wohnungsnot als unplausibel erscheine. Schließlich war es für das VG nicht entscheidungserheblich, dass es sich bei dem Objekt um einen Neubau handelt.</p><h2><strong>Praxishinweis von KFR – Kanzlei für Real Estate</strong></h2><p>Die Entscheidung verdeutlicht, dass in der Praxis hohe Anforderungen an die Nachweisbarkeit von ernsthaften Vermietungsbemühungen gestellt werden. Insbesondere – aber nicht nur – aus der Miete lassen sich Rückschlüsse auf die Vermietungsabsicht ziehen. Daneben wird die Anzahl von Besichtigungsterminen als relevant erachtet. </p><p><a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">Kontaktieren Sie uns</a> gerne für eine rechtliche Einschätzung. </p>								</div>
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		<title>Viertes Bürokratieentlastungsgesetz: Wegfall der Schriftform &#038; Einführung der Textform für langfristige Gewerbemietverträge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 12:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietvertrag & Vertragsgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsprechungs-Updates]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Ende des Schriftformerfordernisses für Gewerbemietverträge? Das Bundesministerium für Justiz hat am 11. Januar 2024 den Referentenentwurf eines Vierten Gesetzes zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie veröffentlicht (Viertes Bürokratieentlastungsgesetz). Dort war zunächst noch vorgesehen, dass das Schriftformerfordernis für Gewerbemietverträge vollständig entfällt. Die Bundesregierung hat mittlerweile einen Entwurf des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4253" class="elementor elementor-4253" data-elementor-post-type="post">
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									<h2><strong style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );">Das Ende des Schriftformerfordernisses für Gewerbemietverträge?</strong></h2><p>Das Bundesministerium für Justiz hat am 11. Januar 2024 den Referentenentwurf eines Vierten Gesetzes zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie veröffentlicht (Viertes Bürokratieentlastungsgesetz). Dort war zunächst noch vorgesehen, dass das Schriftformerfordernis für Gewerbemietverträge vollständig entfällt.</p><p>Die Bundesregierung hat mittlerweile einen Entwurf des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes eingebracht. Dieser sieht nunmehr für Gewerbemietverträge vor, dass die Textform gewahrt werden muss. </p><p><a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> erläutert die geplanten Änderungen und deren Auswirkungen auf die Praxis.</p><h3><strong>Was regelt der Gesetzesentwurf?</strong></h3><p>In dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung ist in Art. 15 Ziffer 7 zunächst weiterhin vorgesehen, dass der Verweis in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__578.html" target="_blank" rel="noopener">§ 578 BGB</a> auf <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__550.html" target="_blank" rel="noopener">§ 550 BGB</a> entfällt.</p><p>Entgegen des im Januar 2024 veröffentlichen Referentenentwurfes ist aber nunmehr vorgesehen, dass § 550 BGB mit der Maßgabe anzuwenden ist, dass ein Mietvertrag, der für längere Zeit als ein Jahr nicht in Textform geschlossen wird, für unbestimmte Zeit gilt.</p><p>Diese Regelung bedeutet, dass langfristige Mietverträge (also solche mit einer längeren Laufzeit als 1 Jahr) sowie etwaige nachträgliche Vereinbarung hierzu dann nicht mehr tatsächlich von beiden Vertragsparteien im Original unterschrieben werden müssten, sondern, dass zum Beispiel auch der Austausch von unterzeichneten Scanfassungen oder sogar die Vereinbarung per E-Mail oder SMS möglich wäre.</p><p>Für bestehende Mietverträge soll es eine Übergangsregelung von 12 Monaten geben.</p><p>Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz – <a href="https://www.bmjv.de/DE/Startseite/Startseite_node.html" target="_blank" rel="noopener">hier klicken</a></p><h3><strong>Ziele des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes</strong></h3><p>Wie der Name es schon vermuten lässt, soll das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Wirtschaft und Verwaltung, von unnötiger Bürokratie entlasten, die Abläufe vereinfachen und verschlanken und damit auch die Erreichung der Ziele der UN-Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung fördern. Hierzu soll auch ein digitaler Wandel, bspw. durch Verzicht bzw. die Absenkung von Formerfordernissen im Zivilrecht, gefördert werden.</p><p>Außerdem wird erwartet, dass sich die Schriftformkündigungen der Vertragsparteien durch die Herabstufung des Schriftformerfordernisses auf Textform reduzieren; dem Informations- und Dokumentationsbedürfnis eines Erwerbers soll auch durch die Textform ausreichend nachgekommen werden.</p><h3><strong>Derzeitige Rechtslage</strong></h3><p>Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht aktuell gemäß §§ 578, 550, 126 BGB vor, dass Gewerbemietverträge schriftlich abgeschlossen werden müssen, wenn sie für einen längeren Zeitraum als 1 Jahr vereinbart werden sollen. Schriftlich im diesem Sinne bedeutet, dass der Mietvertrag tatsächlich vom Mieter und Vermieter unterschrieben werden muss. Gleiches gilt auch für nachträgliche wesentliche Änderungen. Ferner ist es erforderlich, dass sich alle wesentlichen Absprachen zwischen den Parteien aus einer Urkunde ergeben. Wird die Schriftform nicht eingehalten, so kann der Mietvertrag von jeder Partei ordentlich gekündigt werden, da der Mietvertrag dann als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen gilt.</p><h3><strong>Warum gibt es das Schriftformerfordernis?</strong></h3><p>Primärer Sinn und Zweck des Schriftformerfordernisses ist der Schutz des Erwerbers einer vermieteten Immobilie.</p><p>Das Gesetz sieht in § 566 Abs. 1 BGB vor, dass der Erwerber einer vermieteten Immobilie in die Rechte und Pflichten des Mietvertrages eintritt. Der Käufer einer Immobilie soll sich also durch die Vorschrift, dass langfristige Mietverträge schriftlich abgeschlossen werden müssen, genau darüber informieren können, in welche vertraglichen Mietvertragsverpflichtungen er eintritt. Wenn der Inhalt des Mietvertrages bzw. etwaige Zusatzvereinbarungen hierzu nicht schriftlich geschlossen wurden und ein Erwerber daher keine umfassende Kenntnis von den Rechten und Pflichten, in die er eintreten soll, erlangen konnte, wird ihm die Möglichkeit eingeräumt, sich von dem Mietvertrag zu lösen. Diese Möglichkeit steht aber nicht nur ausschließlich dem Erwerber einer vermieteten Immobilie zu, sondern auch den Ursprungsparteien des Mietvertrages. Daneben kommt dem Schriftformerfordernis des § 550 BGB noch eine Klarstellungs-, Beweis- und Warnfunktion im Hinblick auf die Mietvertragsparteien zu.</p><h3><strong>Tatsächliche Entlastung durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz?</strong></h3><p>Ob das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz tatsächlich die erhoffte Erleichterung der Bürgerinnen und Bürger sowie die Reduzierung von Schriftformkündigungen der Vertragsparteien mit sich bringt, bleibt abzuwarten.</p><p>Sicherlich ist zu begrüßen, dass es Mietvertragsparteien nunmehr möglich ist, auf schnellerem Wege langfristige Mietverträge oder deren Änderungen abzuschließen.</p><p>Fraglich bleibt insoweit aber, ob die entwickelten Kriterien zur Einhaltung der Schriftform, die über die bloße eigenhändige Unterschrift der Parteien hinausgeht, auch auf die zukünftig geltenden Textform Anwendung finden wird. Sollte dies der Fall sein, besteht u.U. auch trotz des Textformerfordernisses die Möglichkeit für die Vertragsparteien, sich von einem ungeliebten langfristigen Mietvertrag vorzeitig zu lösen.</p><p>Für einen Erwerber dürfte der Wegfall des Schriftformerfordernisses sicherlich zu mehr Prüfungsaufwand bei einem Ankauf führen. Für die Erfassung der mietvertraglichen Absprachen der Parteien müssten dann zukünftig die gesamten Mieterakten/Mieterkorrespondenz auf etwaige Absprachen zum Mietvertrag durchgesehen und geprüft werden. Dies führt zu Mehrkosten bei der Ankaufsprüfung. Gleichzeitig besteht aber die ständige Unsicherheit, ob tatsächlich alle Absprachen zum Mietvertrag in der Mieterakte/Korrespondenz erfasst wurden.</p><h2><strong>Ausblick für die Praxis</strong></h2><p>Auch für den Fall, dass das Schriftformerfordernis für Gewerbemietverträge auf die Textform reduziert werden sollte, empfiehlt <a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a>, weiterhin alle Regelungen zum Mietverhältnis in Verträgen bzw. Nachträgen festzuhalten und deren Bindung durch (Scan-) Unterschriften der Parteien zu dokumentieren. Nur so lässt sich beweisbar sicherstellen, was Bestandteil des Mietvertrages sein soll. Dies gilt insbesondere im Falle eines Verkaufes, aber auch bei einer (gerichtlichen) Auseinandersetzung zwischen den Parteien.</p><p>KFR – Kanzlei für Real Estate begleitet Eigentümer, Vermieter und Investoren bei der rechtssicheren Gestaltung von <strong>Gewerbemietverträgen</strong> und berät zu den Auswirkungen der neuen Textformregelung.</p>								</div>
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		<p>The post <a href="https://kfr.law/viertes-burokratieentlastungsgesetz-wegfall-der-schriftform-einfuhrung-der-textform-fur-langfristige-gewerbemietvertrage/">Viertes Bürokratieentlastungsgesetz: Wegfall der Schriftform &#038; Einführung der Textform für langfristige Gewerbemietverträge</a> appeared first on <a href="https://www.kfr.law/">KFR Kanzlei für Real Estate</a>.</p>
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		<title>Auch mittelbare Covid-19-Folgen können Mietanpassungen rechtfertigen</title>
		<link>https://kfr.law/auch-lediglich-mittelbare-folgen-der-covid-19-pandemie-und-der-auf-ihr-beruhenden-staatlichen-massnahmen-sind-geeignet-eine-stoerung-der-geschaeftsgrundlage-zu-begruenden-die-zur-anpassung-eines-mie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 09:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asset Management & Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Besonderheiten Wohnraummietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsprechungs-Updates]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 18.02.2022 – 2 U 138/21 Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 18. Februar 2022 entschieden, dass nicht nur unmittelbare staatliche Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der COVID-19-Pandemie einen Wegfall der Geschäftsgrundlage begründen, die zu einem Anspruch auf Mietanpassung führen.  KFR – Kanzlei für Real Estate erläutert die Entscheidung und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="3073" class="elementor elementor-3073" data-elementor-post-type="post">
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									<p><em>OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 18.02.2022 – 2 U 138/21</em></p><p>Das <a href="https://ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de/oberlandesgericht-frankfurt-am-main" target="_blank" rel="noopener">Oberlandesgericht Frankfurt am Main</a> hat am 18. Februar 2022 entschieden, dass nicht nur unmittelbare staatliche Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der COVID-19-Pandemie einen Wegfall der Geschäftsgrundlage begründen, die zu einem Anspruch auf Mietanpassung führen. </p><p><a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> erläutert die Entscheidung und ihre Bedeutung für Vermieter und Mieter.</p><h2><strong>Sachverhalt</strong></h2><p>Die Beklagte mietete vom Kläger Gewerbeflächen zum Zwecke des Betriebs einer Reinigungsannahme. Wegen der COVID-19-Pandemie wurden am 13. März 2020 bundesweit aufgrund behördlicher Anordnungen eine Großzahl von Einzelhandelsgeschäften sowie Schulen und Kitas geschlossen. Unternehmen und Verwaltungen reduzierten die Präsenzpflicht. In dieser Zeit ließen auch weniger Kunden ihre Kleidung von der Beklagten reinigen, welcher Umstand zu einem deutlichen Umsatzeinbruch der Beklagten führte.</p><p>In der Zeit von April bis Juli 2020 zahlte die Beklagte deshalb keine Miete, sondern allein die Betriebskostenvorauszahlungen. Der Kläger begehrte nunmehr die Zahlung der ausstehenden Mieten.</p><p>Das Landgericht Frankfurt am Main hatte der Klage des Klägers stattgegeben und die Beklagte zur Zahlung verpflichtet.</p><p>Die Beklagte hat hiergegen Berufung eingelegt, die allerdings erfolglos blieb.</p><h2><strong>Entscheidung des OLG Frankfurt</strong></h2><p>Die zulässige Berufung blieb im Ergebnis ohne Erfolg. Der Kläger hat auch weiterhin einen Anspruch auf Zahlung der Mieten.</p><p>Das OLG bejaht zunächst, dass durch die Folgen der Naturkatastrophe der COVID-19-Pandemie die Geschäftsgrundlage des Mietvertrages schwerwiegend gestört sei.</p><p>Das Ausbleiben der Pandemie sei gemeinsame Vorstellung der Parteien bei Vertragsschluss geworden, die nicht Vertragsinhalt geworden sei, aber auf der sich der Geschäftswille beider Parteien aufgebaut habe. Das OLG ist weiter davon ausgegangen, dass sich die behördlichen Anordnungen auch auf den nicht unmittelbar von staatlichen Schließungsmaßnahmen betroffenen Geschäftsbetrieb der Beklagten ausgewirkt habe. Davon, dass die Parteien einen Vertrag mit anderem Inhalt (Herabsetzen der Miete oder zeitweise Stundung) geschlossen hätten, geht das Gericht aus.</p><p>Dennoch könne die Beklagte nicht die Anpassung des Vertrages verlangen, da aufgrund ihres Vortrages nicht festgestellt werden könne, dass ihr das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zuzumuten sei.</p><p>Das OLG stellt heraus, dass auch eine Vertragsanpassung in Betracht kommt, wenn lediglich mittelbare Folgen der COVID-19-Pandemie und der darauf beruhenden staatlichen Maßnahmen zum Tragen kommen würden. Die Auswirkungen der Pandemie würden sich nicht nur auf die staatlichen Maßnahmen beschränken. Vielmehr wirke sich die Pandemie auch in einer erheblichen Veränderung des Verhaltens der Bevölkerung aus, die zum Schutz der eigenen Gesundheit geboten, aber lediglich durch behördlichen oder wissenschaftliche Verhaltensempfehlungen veranlasst sei. Eine Unterscheidung zwischen freiwilligem und erzwungenen Verhalten der Bevölkerung sei aber nicht geboten.</p><h2><strong>Keine Mietanpassung im konkreten Fall</strong></h2><p>Für die Beurteilung einer Störung der Geschäftsgrundlage seien vielmehr sämtliche Umstände des Einzelfalls maßgeblich. Hierfür sei der Vortrag der Beklagten aber nicht ausreichend gewesen. Es fehle Vortrag zu relevanten Umständen wie insbesondere</p><ul><li>der Kostenstruktur des Geschäftsbetriebs und ihrer Entwicklung,</li><li>der allgemeinen finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Beklagten sowie,</li><li>ob und gegebenenfalls in welcher Höhe staatliche Hilfeleistungen erhalten wurden oder ein Anspruch auf sie bestanden habe.</li></ul><h2><strong>Bedeutung der Entscheidung</strong></h2><p>Auch bei einer nur mittelbaren Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebes des Mieters ist der Anspruch auf Anpassung des Mietvertrages wegen Wegfall oder Störung der Geschäftsgrundlage möglich. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass auch hier ein hinreichend detaillierter Vortrag zu den vom Bundesgerichtshof aufgestellten Kriterien zur Beurteilung der Unzumutbarkeit des Festhaltens an dem unveränderten Mietvertrag erbracht wird.</p><p><a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">KFR – Kanzlei für Real Estate</a> berät Vermieter und Mieter zu den rechtlichen Folgen der COVID-19-Pandemie und zur Vertragsgestaltung im Gewerbemietrecht.</p>								</div>
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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